Wie sollte ein Wahrer Moslem sein?

Oktober 8, 2008

Der erste Rat für den Moslem ist, seinen Glauben nach der Verkündigung in den Büchern der sunnitischen Gelehrten zu verbessern und zu verstärken. Denn die Glaubenslehre, welche von der Hölle retten wird, ist nur diese. ALLAH, der Erhabene, möge den großen Menschen für ihre Strebungen mehr Lohn geben! Die Gelehrten, die bis zur Stufe des Urteilfällen in den vier bekannten Rechtsschulen (Hanefî, Schafi’î, Malikî, Hanbelî) aufgestiegen und die großen Gelehrten, die von ihnen ausgeblidet sind, werden die Gelehrten der Sunna genannt.

Nach dem bestetigten und gestärkten Glauben sollte man die Gebete, welche sich innerhalb der Rechtswissenschaft befinden, d.h. die Gebote der Religionsgesetze durchführen und die Verbote einhalten. Diesbezüglich soll man die täglich fünfmaligen rituellen Gebete ohne Vernachlässigung und immer vorschriftsmäßig verrichten. Wenn man, die von der Religion bestimmte Menge Vermögen, ob Geld, Gold, Silber oder Handelsware besitzt, muss man Armensteuer zahlen. Der Gründer der sunnitischen Gemeinschaft Imam-ı Ebu Hanîfe erläuterte: “Für Gold und Silber, welche die Frauen als Schmuckstück tragen, muss man auch unbedingt Armensteuer zahlen.”

Keineswegs sollte man das wertvolle Leben (die wertvolle Zeit) nicht mit unwichtigen, nutzlosen Dingen vergeuden. Es gehört sich auch nicht, es mit mit Verbotenem zu verschwenden. Man muss Musik und Musikinstrumenten vermeiden, welche verursachen, ALLAH, den Erhabenen, zu vergessen. Man sollte auch dem Ich nicht die Möglichkeit geben, dass es an solcher Musik Vergnügen findet. Denn das ist gleichgestellt mit einer Mischung von Honig und Gift.

Man soll sich von der üblen Nachrede fernhalten. Üble Nachrede zu treiben ist verboten. Üble Nachrede heißt, über ein Vergehen oder einen begangenen Fehler oder Mangel eines Moslems oder eines Untertans übel nachzureden. Aber es ist keine üble Nachrede, von den Übeltaten der Nichtmoslems, der Ungläubigen, der verirrten und von den freimutig begangenen Sünden und bösen Taten der Unterdrücker und der Betrüger beim Handel und Einkauf die Moslems zu benachrichtigen, damit sie sich vor ihrem Übel hüten können. Es ist keine üble Nachrede, dass man die Verleumdungen und die Vorwürfe derjenigen bekanntmacht, die über den Islam falsch reden und schreiben. Im Gegenteil ist das eine ehrenhafte Pflicht.

Man sollte auch die Übeltat vermeiden, die “Üble Nachrede” genannt wird. Dies ist, unter den Muslimen Klatsch zu verbreiten. Diejenigen, die beide obenerwähnten Sünden begangen haben, erwarten verschiedene Höllenstrafen. Lügen und Verleumden sind auch verboten. Man soll sich auch von beiden fernhalten. Diese beiden Übeltaten waren in jeder Religion verboten. Die Höllenstrafe dafür ist sehr streng. Die Schande der Moslems nicht zu verbreiten, ihre nicht offen begangenen Sünden nicht bekanntzugeben und ihnen ihre Schulden zu vergeben, hat bei ALLAH, dem Erhabenen, einen großen Wert. Man sollte mit den Kleinen, mit seinen Angehörigen (z.B. seiner Ehefrau, seinen Kindern, seinen Schülern und den Soldaten) und Armen Mitleid haben. Auch sollte man ihnen ihre Fehler nicht vorhalten, sie wegen unwichtigen Sachen nicht kränken und nicht schlagen. Und man darf den Glauben eines anderen nicht angreifen, ihrer Güter nicht berauben, das Leib und die Ehre nicht verletzen und muss seine Schulden unbedingt bezahlen. Sich bestechen zu lassen und auch andere zu bestechen ist auch Verboten.

Nur zum Zweck, dass man sich von einem Unterdrücker befreit und erst wenn man gezwungen ist, ist das Bestechen erlaubt. Aber sich bestechen zu lassen ist auf jeden Fall verboten.

Jedem genügen seine eigene Schande und seine Sünden. Vor allem sollte man seinen Ungehorsam ALLAH, dem Erhabenen, gegenüber bereuen. Man sollte nicht vergessen, dass ALLAH, der Erhabene, nicht mit Bestrafung seiner Sünden eilt und euren Lebensunterhalt nicht vermindert. Es ist auch nötig, den Befehlen und Aufforderungen der Eltern und der Regierung, welche den Bestimmungen des islamischen Gesetzes entsprechen, gehorsam zu sein. Diejenigen aber, die dem Islam widersprechen, sollte man nicht aufständisch erwidern, um keinen Anlass dazu zugeben, dass Unruhen und Unfrieden entstehen.

Man sollte jeden Moment damit verbringen, ALLAHs, des Erhabenen, zu gedenken, nachdem man seinen Glauben gereinigt und verbessert und die Vorschriften des Islam pflegt einzuhalten. Die Andacht sollte man so üben, wie es die Großen des Islam erklärt haben. Dabei ist es notwendig alles, was einen daran hindert, ALLAHs, des Erhabenen, zu gedenken, als Feind anzusehen. Je besser und genauer man die Vorschriften der Religionsgesetze einhält, desto mehr Genuss empfindet man beim Gedenken ALLAHs, des Erhabenen.

Im Gegenteil vermindert sich der Genuss und die Lust, wenn man seine Gebete und seine Andacht öfters vernachlässigt. Was wäre nun noch zu schreiben? Dem Vernünftigen ist all das genug. Man sollte immer wach sein, damit man sich nicht durch Lügen und Vorwürfe der Feinde des Islam täuschen lässt.


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